Eine Weihnachtsgeschichte von Miriam Karl
Jeder, der das Alphabet kann, ist noch kein Schriftsteller oder keine Schriftstellerin. Miriam Karl aus der 2. D - Klasse kann das Alphabet und etwas mehr. Miriam schreibt aus freien Stücken Tagebücher, was für Mädchen, und Geschichten, die sie noch nicht herzeigt. Eine Leseprobe hat sie beim Musikhören in wenigen Minuten für unsere Homepage geschrieben. Eine moderne Weihnachtsgeschichte zum Schmunzeln.
Leseprobe:
Weihnachten mit "Ihm"
"Juhu, es ist Weihnachten! Na ja, bald." Rief Jenny und lief dabei wie verrückt durch das Wohnzimmer. "Jenny, beruhige dich", sprach die Mutter. "Klappe, Schwesterherz!" rief ihr Bruder Moritz. Es war ein gewöhnlicher Tag, nicht ganz gewöhnlich, aber halb gewöhnlich. "Mama, was bekomm ich von ihr zu Weihnachten?", fragte Jenny. "Aber Jenny, du weißt, zu Weihnachten zählen nicht die Geschenke, sondern die Liebe zu Jesus, der am 24. Dezember geboren wurde. Freue dich doch auch daran!", sprach die Mutter. "Aber ich bin doch noch ein Kind und möchte es auch so haben, wie die anderen Kinder!", beklagte sich Jenny. "Schnauze, Breitmaul, hör auf deine Mutter!", schrie Moritz. Da wurde die Mutter streng: "Mo, was fällt dir ein, so mit deiner Schwester zu sprechen. Du bist doch auch nicht viel anders. Du wünscht dir halt eine Boxershort mit dem Donald duck auf dem Popo". "Da…da…da" plärrte Moritz blöd, "und dieser dumme Jesus ist mir auch egal. Der bringt keine Geschenke, der hilft nicht und fährt nicht mit mir Rad!", schrie Jenny. "Er hilft sehr wohl und kann Wunder bewirken.", sagte die Mutter. "Und was kann man da bitte machen?", fragte Jenny. "Beten und an ihn glauben", sagte die Mutter. Da lief Jenny in ihr Zimmer, setzte sich aufs Bett und betete: "Herr Jesus, wenn du das wirklich kannst, was die Mutter sagt, so hilf mir bitte jetzt, bitte, eh… a… ich glaube eigentlich nicht an dich, aber ich versuche es einmal." Da wartete Jenny fünf Tage und nichts geschah. Am fünften Tag fing sie auf einmal zu weinen an. "In zwei Stunden feiern wir Weihnachen, und nichts ist geschehen." Dann war es soweit. "Liebling, komm!", rief die Mutter verlockend. Eigentlich wollte Jenny gar nicht kommen, denn für sie gäbe es ohnehin keine Geschenke, dachte sie. Die Mutter rief noch einmal. Jenny lief hinunter ins Wohnzimmer und sah dort auf dem Fußboden ein Fahrrad liegen. "Ist das meins?", fragte Jenny strahlend. "Ja", sagte der Vater nur ganz kurz. "Toll, Mann, ist beten cool!" schrie Jenny vor Begeisterung. "Donald Duck", meinte ihr Bruder dazu. Und kurze Zeit herrschte Ruhe im Haus. Und dann brach Jubel aus. "Yeah, ich liebe Jesus, er hilft, whow!", rief Jenny, und alle lachten.
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